City Of Bones Rezension: Ab ins magische New York

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City of Bones Review
City Of Bones Rezension: Ab ins magische New YorkCity of Bones: Chroniken der Unterwelt
Autor: Cassandra Clare
Reihe: Chroniken der Unterwelt #1
Verlag: Arena, Walker Books
Genres: Fantasy, Paranormal Romance, Urban Fantasy, Young Adult
Quelle: Gekauft

Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter Jocelyn in New York. Als diese unter höchst merkwürdigen Umständen entführt wird, offenbart sich Clary ein wohlgehütetes Familiengeheimnis: Ihre Mutter war einst eine Schattenjägerin, Mitglied einer Bruderschaft, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Als Clary selbst von düsteren Gestalten angegriffen wird, rettet der ebenso attraktive wie geheimnisvolle Jace ihr das Leben. Er nimmt sie mit ins New Yorker Institut der Gruppe, und nach und nach wird Clary immer tiefer in diese faszinierende Welt hineingezogen. Doch ein tödlicher Machtkampf zwischen Gut und Böse droht die Gemeinschaft der Dämonenjäger zu zerreißen. Werden Clary und Jace es schaffen, Jocelyn zu retten und die Welt der Schattenjäger vor dem Untergang zu bewahren?

City of Bones zählt schon ewig zu meinen Lieblingsbüchern und hat auch nach Jahren nichts von seinem Zauber verloren. Warum das so ist, erfährst du in dieser Rezension! 🙂

Übersicht City of Bones

City of Bones Review

Erster Satz von City of Bones

„Du willst mich wohl verarschen“, sagte der Türsteher und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust. (City of Bones, S. 1)

Ich liebe…

  • Die Details! Cassandra Clare schreibt auf eine Art, die einen in die Buchwelt zieht. Ich sitze mit Clary und Simon im Cafe, ich kämpfe zusammen mit den Schattenjägern gegen Dämonen, ich verliebe mich auch ein wenig in Jace. Wirklich ALLES wird zum Anfassen beschrieben, trotzdem schweift die Autorin nie in ellenlangen Beschreibungen aus.
  • LGBT Charaktere! Bis ich vor circa zehn Jahren CoB las, wusste ich gar nicht, dass so etwas geht. Schwule, lesbische und bisexuelle Charaktere in »normalen« Büchern, die nicht auf ein spezielles LGBT Publikum abzielen. Die Beziehungen sind einfach ganz normaler Teil der Geschichte.
  • Starke Frauen! Klingt abgedroschen, aber in CoB sind die weiblichen Charaktere keine Mauerblümchen, die nach der großen Liebe suchen und dabei irgendwie mit in die Schattenjägerwelt gezerrt werden. Sie sind aber auch keine abgehärteten Amazonen. Clary lebt in ihrer eigenen Welt und zieht ihr Ding durch, auch wenn sie manchmal mit unsicher ist, grade was Gefühle angeht. Isabelle kämpft furchtlos neben ihren Brüdern, ist sexy und unabhängig, aber auch liebevoll ihrer Familie gegenüber.
  • Die Urban-Fantasy Welt! Auch eine Neuheit für mich: Fantasy in unserer Welt. Das Buch hat beim ersten Lesen meine Lesewelt auf den Kopf gestellt, denn bisher war Fantasy für mich immer etwas, das in einer anderen Welt oder Zeit stattfindet. Hier findet die Magie in New York statt und ich laufe mit Clary und Simon durch Brooklyn, trinke mit den beiden einen Kaffee (ok, Kakao, ich hasse Kaffee :D) in einem Cafe und schleiche mich über einen Friedhof in geheime Schattenjäger-Refugien.
  • Humor! Ich musste an SO vielen Stellen schmunzeln bis lachen, das passiert mir bei Fantasy-Büchern fast nie. Vor allem Simon bringt oft die besten, unerwartetsten Sprüche. Jace ist auch gut dabei, aber bei ihm erwartet man schon, dass auf jeder Seite ein witzig-bissiger Kommentar kommt.

Mir gefiel nicht so sehr…

  • Romantik! Mit 15 bin ich dahingeschmolzen, aber mittlerweile geht es mir ein wenig zu schnell und zu heftig. Zwar sind Clary und Jace noch recht jung, deshalb macht es Sinn, dass sie sich Hals über Kopf verlieben, aber es geht dann doch sehr schnell in die Richtung: »Wir lieben uns so sehr niemand kann unsere Liebe zerstören unsere Liebe hält für immer und ewig ohne einander können wir nicht mehr leben«. Ich übertreibe ein wenig, auch weil ich die Romantik trotzdem noch sehr mochte, aber ein wenig heruntergeschraubt hätte mir die Beziehung noch besser gefallen.
  • Dreiecksbeziehung! Im Grunde mag ich Dreiecksbeziehungen, weil sie Spannung und Konflikte in eine Story bringen. Mich stört eher, dass – Vorsicht, leichter Spoiler – Simon natürlich auch noch unsterblich in Clary verliebt ist und andere Mädchen überhaupt nicht wahrnimmt, bis ihm die übermenschlich schöne Isabelle praktisch mit der Oberweite voran ins Gesicht springt (nicht wörtlich nehmen, das passiert so nicht – aber es fühlt sich für mich so an 😀 ).
  • Vampire! Die Darstellung der Vampire hatte für mich immer einen etwas komischen Beigeschmack. Alle färben sich die Haare schwarz, es werden nur schöne Menschen ausgewählt, „gruselige“ Sprüche, dadurch zieht Cassandra Clare die Vampire irgendwie ins lächerliche. Ich könnte mir vorstellen, dass sie dadurch ein wenig weg wollte von Twilight, aber für mich war die ganze Beschreibung etwas drüber.

Lieblingszitate

„Ach übrigens“, fuhr Simon unbeirrt fort, „ich trag neuerdings manchmal Frauenkleider- und ich schlafe mit deiner Mutter! Ich dachte, das solltest du wissen.“ (City of Bones, S. 16)

„Ist das der Moment, wo du dein T-Shirt in Streifen reißt, um meine Wunde zu verbinden?“, witzelte sie. Sie hasste den Anblick von Blut, besonders den ihres eigenen.
„Wenn es dir darum ging, dass ich mir die Kleider vom Leib reiße, hättest du mich nur bitten müssen.“ (City of Bones, S. 195)

Clary: „Was machst du überhaupt hier?“
Jace: „Meinst du mit hier >hier< wie in der großen spirituellen Frage nach dem Zweck unseres Daseins auf Erden? Wenn du wissen willst, ob es sich nur um einen komischen Zufall handelt oder ob das Leben tiefere, meta-ethische Bedeutungen hat… na ja, das beschäftigt die Gelehrten schon seit Jahrhunderten. Ich bin zwar der Ansicht, dass der schlichte, ontologische Reduktionismus eindeutig eine irreführende Annahme ist, aber…“
Clary: „Ich glaub ich geh wieder ins Bett.“ (City of Bones, S. 316)

Fazit

Ich LIEBE City of Bones und vor allem die Mortal Instruments Reihe einfach immer noch, auch wenn ich mittlerweile hier und da ein paar Fehlerchen entdecke. Trotzdem musste ich mir die Punkte, die mir nicht so sehr gefallen, quasi aus den Finger ziehen. Denn was für mich letztendlich zählt, ist, dass ich einfach immer das Gefühl habe, mit den Charakteren der Geschichte unterwegs zu sein. Okay, die Liebesgeschichte ist vielleicht manchmal etwas zu viel, doch irgendwie ist auch grade das einer der Fangirl-Faktoren. Und es gibt ja immer noch die anderen Pairings, die teilweise sogar interessanter sind als das Hauptpaar…. 😉

Rechnerisch liege ich bei 8,8 Gesamtpunkten, was einer Bewertung von 4,5 Herzen entspricht!

City of Bones Review

Bewertung

Nur für die, die es ganz genau wissen wollen! Die Punkte für Schreibstil, Protagonisten, Nebencharaktere und Spannung werte ich doppelt, da diese für mich besonders wichtig sind. Welt, Idee, Romantik und Cover werden normal gewerten, der Gesamteindruck hingegen sogar dreifach. Vielleicht kennst du diese Bücher, bei denen die einzelnen Aspekte nicht ganz stimmig sind, aber trotzdem LIEBST du das Gesamtwerk abgöttisch. Für diesen Fall gibt es meinen Gesamteindruck, der jedoch nicht die Endbewertung darstellt. 🙂

Schreibstil 8 Protagonisten 9 Nebencharaktere 10
Spannung 8 Welt 10 Idee 8
Romantik 7 Cover 7 Gesamteindruck 10

Spoilerecke für City of Bones Fans

Ab hier bitte nur noch weiterlesen, wenn du bereits mit City of Bones durch bist oder kein Problem mit kleinen und großen Spoilern hast. 🙂

Zuerstmal: Clary und Jace sollen Geschwister sein? Wer hat es auch nicht geglaubt? Als CoB herauskam, hat das Ende mich und meine Freundinnen geschockt! Einige haben es geglaubt, andere, wie ich, waren überzeugt, dass es nicht stimmen kann. Was hast du beim ersten Lesen geglaubt? Oder, wenn du grade erst City of Bones beendet hast: Glaubst du, es stimmt, oder steckt mehr dahinter?

Außerdem: Alex und Magnus. Wie ich die beiden geliebt habe! Auch wenn Alex manchmal richtig nerven kann, ich fand die Beziehung einfach mega. Grade weil sie auf Schwierigkeiten stoßen, es eben NICHT direkt die große, unendliche Liebe wie bei Clary und Jace ist und Magnus einfach nur genial-schrill-schrullig ist. Sind die beiden auch dein OTP aus City of Bones?

Und wie geht es euch mit der Romantik? Grade wenn man so ein Buch einige Jahre später nochmal liest – ändert sich die Wahrnehmung? Ich weiß, dass ich die Beziehung von Clary und Jace als Teenagerin fantastisch fand, mittlerweile nimmt sie mich aber nicht mehr so sehr mit.

 

 

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